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Aktuelles

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Rundbriefe

Im Verlauf eines Geschäftsjahres erhalten die Mitglieder des Vereins zweimal den Rundbrief, und zwar jeweils zu Beginn eines Halbjahres, also im Januar und im Juli/August. Mit dem Rundbrief will der Vorstand die Mitglieder über vergangene und künftige Veranstaltungen des Vereins sowie über besondere Vorhaben informieren. Der Rundbrief des zweiten Halbjahres enthält außerdem die Einladung zur nächsten Hauptversammlung.


Liebe Vereinsmitglieder,

bevor wir uns in die diesjährige Sommerpause verabschieden, erhalten Sie wie gewohnt den Rundbrief für die zweite Jahreshälfte, um schon
einmal die Vereinstermine in Ihre Planungen aufnehmen zu können.

Rückblickend auf die erste Jahreshälfte können wir resümieren, dass wieder einige sehr interessante
Vorträge stattgefunden haben und insbesondere unser Treffen in den Fritz-Reuter-Stuben durch
zahlreiches Erscheinen und ausgelassene Stimmung zu einem Highlight wurde.

Aufgrund widriger Umstände musste indessen die Vereinsfahrt nach Neustrelitz abgesagt werden.
Trotz intensiver Bemühungen um die rasche Organisation einer alternativen Fahrt nach Greifswald mussten wir letztlich auch diese
Planungen aufgeben, da uns die Besuchs- und Führungstermine nicht bestätigt werden konnten.
Dennoch konnten wir an diesem Tag unseren Vereinsmitgliedern einen „Ausflug“ anbieten, nämlich in die Trotzenburg zur Buchvorstellung des
von unserem Verein für eine Veröffentlichung unterstützten Werkes über Rostocker Bier- und Schankstuben.
Mehr dazu lesen gern in der Rubrik „Rückblick“ in dieser Ausgabe.

Wir beginnen das nächste Halbjahr mit einem „Vortrag zu Fuß“. Unser Vereinsmitglied Dr. Volker
Höffer nimmt uns mit auf einen Rundgang zu Wirkungsstätten der Rostocker Stasi. Zwei weitere
Vorträge werden wie gewohnt im Kulturhistorischen Museum stattfinden, und wir freuen uns wie jedes Jahr darauf, im November
wieder zur Mitgliederversammlung mit einer kleinen Weihnachtsfeier zusammenzukommen.
Bis dahin wünschen wir einen schönen Sommer!
Ihr Vorstand

Veranstaltungen ab September 2026
30. September 2026, 15.00 Uhr, Galerie Rostocker Hof, Kröpeliner Str. 26
Herr Dr. Volker Höffer
Rostock geheim! Stasi-Stadt-Rundgang
Die DDR hinterließ überall in Rostock ihre Spuren. Manche sind heute verborgen oder ganz aus dem
Stadtbild verschwunden. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS oder „Stasi“) agierte zumeist
geheim. Als „Schild und Schwert“ der SED-Diktatur unterhielt es auch in Rostock nicht nur offizielle
Dienststellen, sondern nistete sich verdeckt auch in vielen weiteren Gebäuden ein. Zahlreiche Orte
zeugen von politischer Verfolgung 1945-1989. Der Stasi-Stadt-Rundgang begibt sich auf die Spuren
der Geheimpolizei in der Rostocker Innenstadt. Die Teilnehmenden lernen unter anderem den ersten
Sitz der MfS in Rostock oder das Konspirative Objekt „Sport“ kennen und erfahren, wo, wie, warum und
mit welchen Folgen die Stasi hier wirkte.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Bitte melden Sie sich per E-Mail bis zum 11.09.2026 an
britta.wagner@uni-rostock.de

28. Oktober 2026, 16.00 Uhr, Kulturhistorisches
Museum (Kloster zum Heiligen Kreuz), Kapitelsaal
Herr Klaus Sarcinelli
Mensch und Kommunikationstechnik in der
Geschichte Rostocks
Kommunikation war und ist ein existenzielles Grundbedürfnis sowohl für den Menschen als
einzelnes Individuum, als auch für die menschliche Gemeinschaft insgesamt. Die Betrachtung dieses
zentralen Aspekts eignet sich zum Verständnis des Lebens in geschichtlicher Zeit.
Mit einsetzender Industrialisierung im 19. Jahrhundert stieg der Nachrichtenaustausch stark
an. Die technische Entwicklung von manueller Vermittlung über Elektromechanik zu Elektronik
und Miniaturisierung führte zu Qualifikation und Spezialisierung. Die Zahl der Beschäftigten im
Nachrichtenbereich in der DDR-Zeit erhöhte sich trotz allgemeinem Arbeitskräftemangel kontinuierlich.
Insbesondere der Frauenanteil war hoch. In Rostock modernisierte man das Fernmeldewesen
ständig und erreichte Ende der 1980er Jahre technisch einen sehr hohen Stand.

24. November 2026, 16.00 Uhr, Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10
Vollversammlung mit Weihnachtsfeier

27. Januar 2027, 16.00 Uhr, Kulturhistorisches
Museum (Kloster zum Heiligen Kreuz), Kapitelsaal
Herr Niklas Konrad
„Rostock als ‚unwillige Residenz‘ – Zwischen städtischer Autonomie und fürstlichem
Herrschaftsanspruch“
Der Vortrag beleuchtet Rostock nicht als gescheiterte Residenz der mecklenburgischen
Herzöge, sondern als bewusst widerständige Stadt im Spannungsfeld zwischen urbaner Autonomie
und landesherrlichem Zugriff. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern politische Selbstorganisation,
wirtschaftliche Potenz und hansische Vernetzung der Stadt einer dauerhaften fürstlichen Präsenz
entgegenwirkten. Dabei soll anhand zentraler Konfliktfelder zwischen der Stadt und den
mecklenburgischen Herzögen gezeigt werden, dass Rostock eine Integration in die fürstliche
Residenzordnung nicht nur strukturell erschwerte, sondern auch aktiv begrenzte. Die Analyse versteht
diese Handlung nicht als Sonderfall, sondern als Ausdruck einer spezifischen politischen Kultur der
Städte im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Norddeutschland. Abschließend soll daher
diskutiert werden, inwiefern Rostock auf diese Weise exemplarisch für die Handlungsspielräume
wohlhabender Handelsstädte steht.

Rückblick:
Buchpräsentation „Abstinentenheim
und Schütting“ von Jens Andrasch in
der Rostocker Trotzenburg
Einen besseren Ort hätten sich Autor Jens Andrasch und der Wismarer Callidus-Verlag nicht aussuchen
können! Wie kaum ein anderes Lokal verkörpert die „Braumanufaktur Trotzenburg“ Rostocker Restau-
rationsgeschichte. Seit 1839 lockt die gastronomische Einrichtung die Rostocker und Ihre Gäste in
den Barnstorfer Wald. Auch am 13. Juni folgten mehr als 60 Interessierte, darunter zahlreiche
Mitglieder unseres Vereins, der Einladung, an einer Buchpräsentation teilzunehmen.
Im „proppevollen“ Saal stellte der Rostocker Hobbyhistoriker Jens Andrasch sein neuestes Werk
„Abstinentenheim & Schütting. Rostocker Restaurations- und Beherbungsgewerbe zwischen 1845
und 1945“ vor. Das gewichtige Buch bringt 1,7 Kilogramm auf die Waage, hat 540 Seiten, enthält
1250 Abbildungen und stellt 385 Einrichtungen der Gastronomie vor. Dazu gehören Hotels, Gaststätten,
Restaurants, Schankstuben aber auch Cafés und Konditoreien sowie das Abstinentenheim. An
diesem Ort, der einzige in der Stadt Rostock, gab es allerdings keine alkoholischen Getränke. Heute
existieren von den Lokalen noch 22, darunter die Trotzenburg.
Für das Nachschlagewerk recherchierte Andrasch im Rostocker Stadtarchiv, im Archiv der Rostocker
Brauerei, der Universitätsbibliothek, aber auch in Familiennachlässen.
Auf dieser Grundlage entstand ein einmaliger Rundgang durch die Gastronomie in Rostock, Warnemünde und
Umgebung. Es ist ein „Lebenswerk“, arbeitete der Autor doch mehr als zehn Jahre daran
Der reich bebilderte Band zeigt jedoch nicht nur historische Aufnahmen der Lokale und Cafés,
sondern er bietet mit den abgebildeten Speisekarten, Untersetzern, Gläsern, Bestecken usw.
einen bunten Einblick in das gastronomische Zubehör vergangener Jahrzehnte.
Während der knapp 75-minütigen Veranstaltung gaben Autor und Verlag einen interessanten
Einblick in die Erarbeitung und in die technische Umsetzung des Werkes. Leseproben und zahl-
reiche Fragen an den Autor rundeten den insgesamt gelungenen Nachmittag ab. Angesichts
solch eines Themas hatten die Kellner und Kellnerinnen der Trotzenburg alle Hände voll zu
tun, um die Wünsche der Zuhörer nach einem kühlen Bier oder nach einem Kaffee abzuarbeiten.
Am Ende der Veranstaltung nutzten viele Besucher die Gelegenheit, ein Buch zu erwerben und sich vom
Autor ein Autogramm geben zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass das in einer dreihunderter Auflage
erschienene und 40 Euro teure Buch eine weite Verbreitung findet.
„Tue Gutes und sprich darüber!“ Vor diesem Hintergrund möchten wir allerdings nicht unerwähnt
lassen, dass sich auch der Rostocker Geschichtsverein neben zahlreichen Sponsoren und
Unterstützern um die Realisierung des Buchprojektes verdient gemacht hat. Mitglieder des
Vorstandes schrieben unentwegt Briefe, so an die Sparkasse, an die Köste, an die IHK, an die
Stadtwerke usw., mit der Bitte, bei der Finanzierung der Druckkosten zu helfen. Dank eines Besuches
zweier Vorstandsmitglieder mit Herrn Andrasch bei der Firma Getränkeland in Elmenhorst konnte
Mitinhaber Axel Heidebrecht als Unterstützer gewonnen werden.

Vereinsnachrichten
Nachruf
Der Verein für Rostocker Geschichte e.V. trauert um
Hans-Werner Bohl (6. August 1948 – 9. April 2026).
Herr Bohl war Gründungs- und als Beisitzer
mehrjähriges Vorstandsmitglied unseres Vereins.
Besondere Verdienste erwarb er sich als Mitautor
der Texte für die vom Verein an wichtigen Rostocker
Gebäuden angebrachten Tafeln. Für die Erstauflage der Veröffentlichung dieser Tafeltexte
fertigte Herr Bohl sämtliche Fotografien an. In lebhafter Erinnerung sind vielen Vereinsmitgliedern
auch seine Vorträge über die Bombardierungen Rostocks im Zweiten Weltkrieg.
Gleiches gilt für die Zuvorkommenheit und Expertise, mit der Hans-Werner Bohl in seiner
jahrzehntelangen Tätigkeit im Archiv der Hanse
und Universitätsstadt Generationen von Nutzern
betreut und beraten hat. Der Verein für Rostocker Geschichte wird Herrn Bohl ein ehrendes Andenken bewahren.

Neuaufnahmen
Wir freuen uns, Ihnen die Aufnahme neuer Mitglieder im ersten Halbjahr 2026 bekannt zu
geben: Frau Dr. Geerdes-Fenge, Ärztin, Herr Carsten Klehn, Pressesprecher WIRO, Frau Dr. Kirsten Rückborn, Rentnerin
sowie Herr Frank Struboll,
Angestellter.

VEREIN FÜR ROSTOCKER GESCHICHTE E. V.
Verein für Rostocker Geschichte e.V. Ostseesparkasse Rostock
c/o Prof. Dr. Ernst Münch IBAN DE31 1305 0000 0201 0322 95
Thomas-Mann-Str. 14 BIC NOLADE21ROS
18055 Rostock www.rostocker-geschichte.de
Jetzt Mitglied werden:
britta.wagner28@web.de
Antrag herunterladen,
0381 498 2717 ausfüllen, zusenden

 

 

 

 

Liebe Vereinsmitglieder,

erfreulicherweise ist soeben das Tafelheft aus der Druckerei gekommen. Jedes Mitglied kann sich ein Exemplar kostenlos abholen. Ein Versand kann aus Kostengründen leider nicht erfolgen. Bitte melden Sie sich bei Frau Haarländer unter heide.haarlaender@uni-rostock.de oder telefonsich unter 0381/4988679.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

 

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. Ernst Münch

Vorsitzender

 
 

Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock Bd. 37

 

Sehr geehrte Mitglieder des Geschichtsvereins,

die neueste Ausgabe der „Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock“ ist erschienen.

Ein Abholung ist auch bei Frau Wagner im Historischen Institut (Neuer Markt 3, R.403a) möglich, dort nur nach Anmeldung!

britta.wagner28@web.de oder (0381)4982717