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Die mittelalterliche/frühneuzeitliche Stadtbefestigung Rostocks

Der Verein für Rostocker Geschichte e.V. lädt am 27. Mai 2026 um 16.00 Uhr
in das Kulturhistorische Museum (Kloster zum Heiligen Kreuz, Kapitelsaal) zu einem
Vortrag von Herrn Ralf Mulsow zum Thema

„Die mittelalterliche / frühneuzeitliche Stadtbefestigung Rostocks“

Die Anfänge der Rostocker Stadtbefestigung reichen bis in die Zeit vor der Vereinigung der drei Teilstädte 1265 zurück.
Anfänglich schützten sich die eigenständigen und nacheinander entstandenen Gemeinden mittels Gräben und Erdwällen mit aufgesetzten Palisaden.
In den 1260er Jahren fing man zuerst an, an der besonders gefährdeten Süd-und Westseite steinerne Tore zu bauen, in den 1280er Jahren wurden dann die Zwischenräume mit einer backsteinernen Mauer geschlossen. Als letztes schloss man im 14. Jahrhundert den Mauerring an der Strandseite.
Als Reaktion auf die Weiterentwicklung der Waffentechnik und auch im Zuge gesteigerten städtischen Selbstbewusstseins wurden die Tore teilweise zu eindrucksvollen Tortürmen ausgebaut und die Stadtmauer mit weiteren Türmen verstärkt. Doch schon im frühen 16. Jahrhundert waren die Befestigungsanlagen schon wieder veraltet und man hob mit enormem Aufwand den noch teilweise erhaltenen Wassergraben aus und schüttete Erdbastionen auf. Weitere Bastionen folgten im 17. Jahrhundert, die den Höhepunkt dieser Arbeiten bildeten.
Danach verlor die Rostocker Stadtbefestigung sehr schnell ihre militärische Bedeutung.
Mittels einer Vielzahl von Ausgrabungsfotos, Plänen und historischen Abbildungen versucht der Autor die einzelnen Etappen der Entstehung und Erweiterung der Stadtbefestigungsanlagen zu
verdeutlichen.